HOMOLKA HEISST EIGENTLICH MARTIN SWOBODA

Martin Swoboda ist sein Name. Homolka* dagegen ist seine Identität (*bedeutet im Tschechischen Spaßvogel und beschreibt einen Menschen, der stets lustig und gut gelaunt ist).

HOMOLKA BEDEUTET ORIGINALITÄT

1969: Er entdeckt mit neun Jahren seine Leidenschaft für die Photographie und erwirbt seine erste Kamera, eine Instamatic. Als Jugendlicher photographiert er für die Schülerzeitung und macht die ersten Reportagen. Mit Freunden gründet der 16-jährige die Freak Photo Corporation und erstellt erste Bildserien. Nach langen Jahren Gymnasialzeit beschließt er – auf der Suche nach einem passenden Studium – nie wieder eine Schule zu besuchen.

HOMOLKA BEDEUTET OPPORTUNITÄT

1979: Er denkt eigentlich nicht daran, die Photographie zu seinem Beruf zu machen. Mit 19 bekommt er dennoch eine Lehrstelle bei dem Wiener Photographen Georg Klenovsky. Er bricht die Berufsschule nach wenigen Monaten ab. Die Gesellenprüfung meistert er souverän, obwohl er sich geschworen hat, nie wieder eine Schule zu besuchen.

HOMOLKA BEDEUTET SPONTANITÄT

1983 photographiert er in Lissabon als Assistent des Magnum-Photographen Erich Lessing seine erste große Reportage für das deutsche Magazin Stern über das Feuerwerk des Wiener Künstlers André Heller. Die chaotische Situation des Spektakels verlangt nach Spontanität und Intuition. Das Ergebnis: eine atemberaubende Fotoreportage des Heller-Spektakels.

HOMOLKA BEDEUTET FLEXIBILITÄT

1983: Nach Einblicken in die hanseatisch strenge Food- und Architekturphotographie beim renommierten Hamburger Photographen und Andy-Warhol-Freund Reinhard Wolf sammelt er als freier Photograph Erfahrungen: Er fertigt Produktaufnahmen für Fernsehen und Werbung an. Am Wolfgangsee bannt er in den almhüttenromantischen Lokalen Partygirls, Nachtschwärmer und alkoholschwangere Touristen auf Film, um diese anschließend in einer nächtlichen Aktion in der Dunkelkammer zu entwickeln und die Fotos am nächsten Morgen an die Kioske zu liefern.

HOMOLKA BEDEUTET KREATIVITÄT

1984 geht er für ein Jahr nach Amerika, um die dominante Kultur des ausgehenden 20. Jahrhunderts an ihrem Brennpunkt kennenzulernen. Er produziert Bildreportagen für Magazine wie die Vogue: über den Highway 1, die New Yorker Museen oder den König der Hitparaden, Kasey Kasem. In New York besucht er das weltbekannte International Center of Photography und schleicht sich bei Workshops von international namhaften Photographen wie Richard Avedon ein.

HOMOLKA BEDEUTET ZIELSTREBIGKEIT

1985: Nach seiner Rückkehr absolviert er die Meisterklasse für Photographie, schließt sie mit Erfolg ab und glaubt, nie wieder eine Schule zu besuchen.

HOMOLKA BEDEUTET INDIVIDUALITÄT

1986 eröffnet er sein eigenes Atelier. Er arbeitet für österreichische, deutsche und italienische Agenturen, Zeitschriften und Industriekunden.

HOMOLKA BEDEUTET INTUITION

1996 siedelt er sich auch in Athen an. In der Zwischenzeit hat er sich in der jungen, dynamischen Medienszene Griechenlands vor allem als People-Photograph einen Namen gemacht. Er shootet Editorials für Magazine wie Votre Beauté. Auf der Suche nach dem Griechischkurs landet er in einer Tauchschule und bildet sich zum Unterwasserphotographen aus. Homolka spielt mit dem Gedanken, eine Schule zu eröffnen.

HOMOLKA BEDEUTET G’SCHICHTLN

Homolka hat für das Reisemagazin photographiert, und eines Tages die Unverfrorenheit besessen, sich ob eines, von ihm illustrierten, Textes abfällig zu äussern. Die unvermeidliche Antwort „Dann mach’s halt besser, erzählst eh immer so Gschicht’ln“ führte zu einer noch ausgiebigeren Reisetätigkeit. Seine Berichte in Wort und Bild finden Sie seither in Reisemagazin, Skylines und Bon Voyage.

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